Lebens- und Sozialberatung

Was ist Lebens- und Sozialberatung?
Wie kann diese Beratung Ihnen helfen bzw. sie unterstützen?

Lebens- und Sozialberatung ist eine professionelle Beratung und Betreuung von Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen. In erster Linie sollen schwer zu bewältigende Situationen erleichtert, verändert oder gelöst werden.

Lebens- und SozialberaterInnen unterstützen und beraten Einzelpersonen, Paare, Familien und Gruppen bei der Erarbeitung von Lösungen und dem Erreichen von positiven Veränderungen.

Vom gesetzlichen Auftrag her bilden psychosoziale, Beratung gemeinsam eine der vier Säulen im österreichischen Gesundheitssystem ( neben Medizin, Psychologie und Psychotherapie).

Unser Spezialgebiet ist die Gesundheitsförderung und -erhaltung. Die Lebens- und Sozialberatung stellt ihren KlientInnen eine Fülle an präventiven Methoden und Werkzeugen zur Verfügung.

Wir unterstützen – je nach Spezialisierung und konkreter Aufgabenstellung – Einzelpersonen, Familien, Gruppen, Teams und Unternehmen in komplexen Situationen, helfen Lösungen zu finden, ihre Kompetenzen zu erweitern, Ziele zu formulieren und zu erreichen.

Psychosoziale Beratung

Wir unterstützen Sie bei der

  • Persönlichkeitsentwicklung,
  • Beziehungsgestaltung,
  • Konfliktbearbeitung/Mediation,
  • in der betrieblichen Gesundheitsförderung,
  • aber auch in der Gewalt- und Suchtprävention
  • bis hin zur Klärung von Sinnfragen und
  • spiritueller Entwicklung.

BERATUNGSBEREICHE:


PARTNERSCHAFT  und  FAMILIE

Liebevolle Beziehungen sind für die meisten Menschen die Basis für ein glückliches Leben. Aber es ist im Alltag oft nicht leicht, eine harmonische und lebendige Partnerschaft zu führen. Routine, Unverständnis, Streitigkeiten und Konflikte belasten viele Beziehungen.

Wenn man entschlossen ist, das Leben gemeinsam zu meistern, kann man fast alle Probleme bewältigen. Unstimmigkeit zwischen den Paaren bereiten trotzdem Schwierigkeiten und es kommt zu heftigem Streit oder Schuldzuweisungen. In solchen Situationen gibt es oft keinen anderen Ausweg mehr, als professionelle Hilfe in einem Lebens- und Sozialberatungsinstitut in Anspruch zu nehmen. Man wünscht sich endlich ein Ende der Streitigkeiten und Konflikte und hofft, wieder zu einem wertschätzenden Miteinander zu finden, zu Nähe und gegenseitigem Verständnis sowie zu Leichtigkeit und Freude in der gemeinsamen Zeit.

Eine Partnerberatung unterstützt Paare, Konfliktursachen besser zu verstehen und festgefahrene Muster zu durchbrechen. Die gemeinsame Arbeit ermöglicht neue Möglichkeiten für die Beziehung und setzt Veränderungsprozesse in Gang.

In einer Paartherapie hat man die Möglichkeit, die wichtigsten Quellen einer lebendigen Partnerschaft wieder frei zu legen.

Ein großes Arbeitsfeld der Lebensberatung nimmt die Familienberatung in Anspruch, denn in jeder Familie gibt es Zeiten der Krise, sei es zwischen den Ehepartnern, mit den Kindern oder aber Generationskonflikte. Man wird gemeinsam über die derzeitige Lebenssituation reflektieren, Strategien und Neuorientierung erarbeiten, Lösungen für Probleme finden, verborgene Ressourcen entdecken und vieles mehr.

TRENNUNG

Eine Trennung ist ein schmerzhafter Prozess und gehört zu den schmerzlichsten Erfahrungen in unserem Leben. Diese Situation schafft meist völlig neue Lebensumstände, denen man zunächst hilflos gegenübersteht.

Verlassen zu werden, bedeutet, Zuwendung, gemeinsame Aktivitäten, eine Zukunftsperspektive, materielle Sicherheit, Unterstützung und vieles mehr zu verlieren.

Aus verschiedenen Gründen und Ursachen können Betroffene in schwere Krisen stürzen. Ärger, Wut, Hass, Trauer, Verzweiflung, Ängste oder Rachegelüste treten sehr häufig auf. Nach einiger Zeit stellen sich bei den Verlassenen meist auch Selbstzweifel und Selbstvorwürfe ein und es können sich sogar Minderwertigkeitsgefühle entwickeln. Zudem verändert sich die Persönlichkeit eines Menschen.
Diese Krisen können nicht immer alleine bewältigt werden.

Hier helfen Lebens- und Sozialberatung zuerst durch professionelle Krisenintervention und danach mit Unterstützung in der Bewältigung der Trennung. Oft helfen schon wenige Gespräche mit einer neutralen Person (Lebensberater/Lebensberaterin) eine Trennung besser zu verarbeiten, andere Sichtweisen zu gewinnen und neue Lebensperspektiven zu entwickeln.

SEXUALBERATUNG

Zu den existentiellen Bedürfnissen von Frauen und Männern gehören eine selbstbewusste gelebte Identität und eine liebevolle und sexuell befriedigende Beziehung.

Ist die Sexualität bei einem Paar auf Dauer schwierig, färbt das auf die Qualität und die Zufriedenheit mit der Paarbeziehung ab.

Die Lebensberatung hilft Einzelnen und Paaren, ihre Sexualität zu verbessern und wieder mehr Intimität, Befriedigung und Freude ins Leben zu bringen, wenn Ängste, Widerstände und Verletzungen die Sehnsüchte und Erwartungen blockieren und somit die Lebensqualität massiv eingeengt haben.
Die Sexualberatung ist Information und Aufklärung einerseits und Konfliktbearbeitung in sexuellen Problemen und Anliegen andererseits. Wichtig dabei ist eine respektvolle, persönlich zugeschnittene Gesprächsführung, wo Intimes, Heikles oder Tabuisiertes besprochen werden kann.

Anlass für das Aufsuchen einer Sexualberatung sind häufig sexuelle Unzufriedenheit und sexuelle Störungen, die durch psychische, partnerschaftliche, lebensgeschichtliche, sozialkulturelle und körperliche Faktoren verursacht werden können.

Warum eine erfüllte Sexualität nicht nur für eine Beziehung, sondern auch für einen Selbst wichtig ist, führt die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit aus, indem sie sagt: „ Die Sexualität jedes Menschen ist ein Schlüsselelement für die eigene Identität. Sexualität ist eine zentrale Lebensäußerung, Ausdruck erfüllten Lebens und Grundbestandteil der Gesundheit in einem umfassenden Sinn.“

MOBBING

Der Begriff Mobbingbedeutet: jemanden bedrängen, anpöbeln, über jemanden „herfallen“, jemanden fertig machen.

Mobbingopfer werden für einen längeren Zeitraum immer wieder angegriffen, angefeindet, schikaniert oder diskriminiert.

Mobbing sprich Psychoterror findet man am Arbeitsplatz, in der Schule, im Internet ( Cybermobbing ), im öffentlichen Dienst, im Pflege- und Gesundheitswesen, also überall dort, wo Menschen einander begegnen.

Das Handwerkszeug von Mobbern reicht von Kontakt- und Informationsverweigerung, über offene und versteckte Angriffe auf das An- und Aussehen und die Leistungsfähigkeit bis hin zur Androhung körperlicher Gewalt.

Mobbing hat in den meisten Fällen erhebliche negative Auswirkungen auf das psychische und körperliche Befinden des Mobbingopfers:

  • Selbstwertgefühl und Selbstachtung werden geschwächt
  • Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen sind stark angeschlagen
  • Leistungsfähigkeit sinkt
  • Nachlassen der Konzentrations- und Merkfähigkeit
  • Angstzustände nehmen zu
  • Demotivation tritt auf
  • Depressionen treten auf
  • Abnahme der psychischen Belastbarkeit
  • körperliche Beschwerden ( Schlafstörungen, Schmerzen, Ess-Störungen,…)

Die Aufgaben der Lebens- und Sozialberaterinnen bestehen nun darin, die Mobbingopfer in ihrer Situation unterstützen ( indem die Betroffenen Tipps erhalten, wie sie sich gegen Mobber wehren können ) als auch in Team- und Gruppenarbeit bestehende Mobbingsituationen beenden.

Der Leitspruch der Lebens- und Sozialberatung sollte lauten:
„Wenn Sie schweigen und das Mobbing ohne Gegenwehr zulassen, stärken Sie den Mobber und sein Mobbing. Werden Sie deshalb a k t i v!“

ERZIEHUNG

Erziehungsberatung ist eine wichtige Leistung der Kinder- und Jugendhilfe. Sie bildet eine unterstützende Beratung für Ratsuchende (egal ob Kinder, Jugendliche, Eltern oder Erziehungsberechtigte ) bei schwierigen Problemlagen, die sich im Rahmen der Erziehung ergeben. Die Betroffenen sollen in ihrer Erziehungsverantwortung unterstützt werden, um das Wohl des Kindes zu gewährleisten.

Erziehungsberatung erfolgt informell innerhalb der Familie, fachlich an dafür spezialisierten Erziehungsberatungsstellen.

Die Aufgaben der Lebens- und Sozialberaterinnen bestehen darin, den Betroffenen mit klaren Schritten Unterstützung zu bieten, indem sie helfen, die quälenden Zweifel zu überwinden, das Selbstbild im positiven Bereich zu stabilisieren und der betroffenen Person wieder einen „guten Platz“ im Leben finden zu lassen.

Identitätsarbeit zielt darauf, ein individuell gewünschtes oder notwendiges „Gefühl von Identität“ zu erzeugen. Voraussetzungen für dieses Gefühl sind die soziale Anerkennung und Zugehörigkeit. Qualität und Ergebnis der Identitätsarbeit hängen von den Ressourcen einer Person, von sozialen Netzwerken bis hin zu gesellschaftlich-institutionell vermittelten Ideologien und Strukturvorgaben ab.

  • Fragen oder Probleme mit der Entwicklung oder Erziehung von Kindern und Jugendlichen auftreten
  • Konflikte in der Familie zwischen Eltern und Kindern/Jugendlichen auftreten
  • Probleme mit den Folgen von Trennung und Scheidung anstehen
  • Aufmerksamkeitsprobleme oder
  • Auffälligkeiten im Sozialverhalten festgestellt werden

Das Hilfsangebot und die verschiedenen Ansätze zur Problemlösung werden dem Klienten angeboten:

  • Einzel- und Familiengespräche ( Eltern- Kind- Konflikte )
  • Elternberatung ( Erziehungsschwierigkeiten )
  • Beratung von Jugendlichen
  • Therapie bei Legasthenie oder Dyskalkulie
  • Fragen zur Entwicklung und Erziehung von Kindern
  • Schulschwierigkeiten ( Schulverweigerung )
  • Formen der seelischen Behinderung bei Schulkindern ( Mobbing )
  • Kindermisshandlung / Verhaltensauffälligkeiten

KOMMUNIKATION

Kommunikationsprobleme können privat, am Arbeitsplatz oder in jeder Lebenslage auftauchen. Sie entstehen dort, wo sich Menschen nicht ausreichend mitteilen können oder die Mitteilungen von der Umwelt verschiedenartig interpretiert oder verstanden werden.

Eine fehlerhafte Kommunikation kann weitreichende Auswirkungen haben. Im Privaten ist es oft nur unangenehm und zeitraubend, während im Beruflichen oft die gesamte Arbeitseffizienz leidet. Daher ist eine gut funktionierende Kommunikation für eine erfolgreiche Zusammenarbeit enorm wichtig und von größter Bedeutung.

Die Aufgaben der Lebens- und Sozialarbeiterinnen bestehen nun darin, die vielfältigen Problemsituationen aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten zu meistern. Ziel ist es, klare, unmissverständliche Kommunikation ins Leben zu rufen, indem die individuelle Gesprächsführung analysiert wird und Hilfestellung bei verbaler und nonverbaler Kommunikation durch gezieltes Kommunikationstraining angeboten wird, damit eine Kommunikation wieder problemlos ablaufen kann.

IDENTITÄT

identitätIdentität lässt sich als Antwort auf die Frage verstehen, wer man selbst oder wer jemand anderer sei: „Wer bin ich? Wer will ich sein? Wie sehen mich die anderen?“ Manchen Menschen fällt es hier oft sehr schwer, sich selbst zu akzeptieren und sich in der Umwelt zu behaupten. Sie stellen sich immer wieder die Frage nach der Identität, manchmal offen, manchmal in einer Krise versteckt, in verschiedenen Lebensphasen und Lebenssituationen, je nach sozialem Umfeld und persönlichem Erleben

Identitätsprobleme betreffen vorrangig Menschen, die in der Vergangenheit starkem Druck oder Bedrohungen ausgesetzt waren oder diese immer noch aktuell sind, beispielsweise Flüchtlinge, Mobbingopfer oder Menschen, die wegen ihres Verhaltens von anderen Ablehnung erfahren,…
Identitätsprobleme äußern sich in unterschiedlicher Form und den Betroffenen fällt es meist schwer, sich in ihrer Umwelt zu behaupten oder sich selbst anzunehmen.

Die Identitätsdiffusion beschreibt das Problem der Zersplitterung der eigenen Ich- Identität ( Selbstbild ) und beruht auf den Zweifeln der eigenen z.B. ethnischen, sozialen oder geschlechtlichen Identität , entstanden durch Unsicherheiten im eigenen Handeln und Entscheidungen bzw. Orientierungslosigkeit.

Die Aufgaben der Lebens- und Sozialberaterinnen bestehen darin, den Betroffenen mit klaren Schritten Unterstützung zu bieten, indem sie helfen, die quälenden Zweifel zu überwinden, das Selbstbild im positiven Bereich zu stabilisieren und der betroffenen Person wieder einen „guten Platz“ im Leben finden zu lassen.

Identitätsarbeit zielt darauf, ein individuell gewünschtes oder notwendiges „Gefühl von Identität“ zu erzeugen. Voraussetzungen für dieses Gefühl sind die soziale Anerkennung und Zugehörigkeit.
Qualität und Ergebnis der Identitätsarbeit hängen von den Ressourcen einer Person, von sozialen Netzwerken bis hin zu gesellschaftlich-institutionell vermittelten Ideologien und Strukturvorgaben ab.

MEDIATION

Unter Mediation versteht man eine außergerichtliche, vertraute und strukturierte Form der Konfliktbearbeitung, bei der eine fachlich ausgebildete neutrale Vermittlungsperson ( Mediator, Mediatorin ) die Parteien bei der Entwicklung einer Lösung unterstützt.

Kurz gesagt: Mediation ist Vermittlung im Konflikt

Mediation wirkt in sämtlichen Konfliktbereichen, denn Konflikte gibt es in sämtlichen Lebenslagen, beispielsweise bei

  • Trennung und Scheidung (Scheidungsverfahren )
  • Konflikte in sozialen Institutionen ( Wirtschafts- und Arbeitsbereichen, Schulen, politisch-sozialen Bereichen, Politik, . . . )
  • Obsorgefragen
  • Umweltverfahren

Das Ziel einer Mediation sollte immer ein positiver Gesprächsverlauf mit einer schlussendlich zufriedenstellenden Vereinbarung aller Konfliktparteien sein

VALIDATION

Validation bedeutet Wertschätzung.

Validation ist eine Methode, alte Menschen mit Achtung, Respekt und Wertschätzung einfühlsam zu begegnen und sie in ihrer Wirklichkeit zu lassen.
Drei Grundsätze bei der Begleitung alter Menschen sind wichtig und müssen dabei stets zusammenspielen, sonst entsteht keine Validation:

1.Akzeptanz ( = Wert schätzen statt widersprechen )

2.Empathie ( = begleitend, mit einfühlendem Verstehen zur Seite stehen )

3.Selbstkongruenz ( = spürbar ehrlich, echt in seinen Gefühlen bleiben )

Pflegepersonen alter Menschen suchen sehr häufig Lebens- und Sozialberatungsstätten auf, um Techniken des Validierens kennen zu lernen und diese Validationstechniken dann in der Praxis umzusetzen.

NEUORGANISATION

Eine Neuorganisation des Lebens wird notwendig, wenn die Orientierung im Leben verloren geht oder wenn das vormals Sinnvolle unsinnig erscheint.

Es stellt sich immer wieder die Frage, wie es in Krisensituationen weitergehen kann, wenn der gewohnte Alltag erschüttert wird. Erschütterungen können beispielsweise durch Trennung, Tod, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder einen Umzug in eine neue Umgebung hervorgerufen werden.

Grundsätzlich können auch freudige Ereignisse wie eine neue Partnerschaft, Nachwuchs oder berufliche Herausforderungen die Neuorganisation des Lebens erzwingen.

Wenn außergewöhnliche Situationen eintreten, so bedeutet das für viele Menschen, dass die Belastungen anwachsen und oft ein unerträgliches Maß erreichen, und sie dann gezwungen sind, eine Neuorganisation des Lebens zu starten.

Das Ziel einer effizienten Beratungstätigkeit sollte daher folgendermaßen lauten ( Zitat von Fritz Perls, 20.Jhdt ) : „Das Ziel der Therapie ist es, den Patienten von anderen Menschen nicht abhängig zu machen ,sondern ihn dazu zu bringen, vom allerersten Augenblick an zu entdecken, dass er vieles tun kann, viel mehr, als er glaubt, tun zu können.“

TOD  und  STERBEN

In unserer heutigen Gesellschaft sind das Sterben, der Tod und das Abschiednehmen weitgehend aus dem Alltag verbannt. Die meisten Menschen verdrängen den Gedanken an den Tod und das Sterben, weil es die Freude am Leben beeinträchtigen würde. Andere dagegen quält der Gedanke an die Endlichkeit des Lebens, das Sterben und die Angst vor dem Tod. Die Angst kann sich körperlich niederschlagen, etwa in Schlafstörungen, Alpträumen und Panikattacken. In dieser Situation wäre es sinnvoll, professionelle Hilfe, wie etwa in einer Leben- und Sozialberatungsstätte in Anspruch zu nehmen, denn Angst kann man beeinflussen, abbauen oder überwinden, denn die Angst vor dem Sterben entsteht durch unsere Gedanken und Phantasien. Starke Angst oder Panik zu Lebzeiten berauben die Menschen jedoch jeglicher Lebensfreude. Gespräche in einer Lebens- und Sozialberatungsstätte können helfen, sich bewusst mit der Angst vor dem Tod und dem Sterben zu befassen, statt sie weg zu schieben.

Tod und Trauer gehören zum Leben. Aber nichts ist so schwer, wie einen geliebten Menschen zu verlieren. Es ist der Augenblick, der das Leben für viele in ein Davor und ein Danach teilt. Der Alltag gerät dabei manchmal aus den Fugen, der Glaube an eine Zukunft schwindet. Viele der Hinterbliebenen sind erst einmal überwältigt von Angst, Wut und Verzweiflung. Oftmals kann die Trauer über das Sterben eines geliebten Menschen zur Hilflosigkeit oder Ratlosigkeit führen. Trauerarbeit ist notwendig, um den Verlust eines Tages zu überwinden und selbst wieder neuen Lebensmut zu finden. Viele Menschen können ihre Trauerarbeit selbstständig bewältigen, während andere professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, denn Trauer ist durch verschiedenartige Therapien heilbar.

Lebensberaterinnen/Lebensberater helfen mit professioneller Unterstützung, das Licht am Ende des Tunnels wieder zu sehen.

Stress und Burnout Prophylaxe

Stress gehört heutzutage schon fast zum „guten Ton“, denn es tritt Stress in der Arbeit, Stress zu Hause, Stress sogar in der Freizeit auf.
Oft ist Burnout die Folge von Stress und ist fast schon zur Volkskrankheit geworden.

Stress wird durch innere und äußere Reize hervorgerufen und soll bewirken, dass Menschen zur Höchstform auflaufen. Wenn die Stressphasen zum Dauerzustand werden, können sie zu psychischen und körperlichen Problemen führen und der Teufelskreis beginnt, denn chronischer Stress macht krank. Wenn die Energiereserven ausgeschöpft sind, sinkt die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Der Gipfel der Stressbelastung ist schließlich das Burnout- Syndrom.

In Lebensberatungs- und Sozialberatungsstätten können Menschen Hilfe suchen, wenn sie in einer Stressfalle sitzen und sie es nicht zum Burnout kommen lassen wollen. Hilfreiche Entspannungsmethoden, Sportaktivitäten, Stressverhaltenstraining, Autogenes Training u.v.m. können sehr häufig helfen, den Stress zu bewältigen.

Burnout beschreibt einen chronischen körperlichen und emotionalen Erschöpfungszustand und das „Ausgebranntsein“ weist eine große Nähe zur Depression auf : Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit, Müdigkeit, nachlassende Leistungsfähigkeit, körperliche Symptome, Rückzug, innere Leere, Sinnverlust,…
Burnout betrifft häufig Personen, die sich sehr stark für eine Sache engagieren und eine große Portion Idealismus mitbringen. Viele arbeiten in sozialen, helfenden Berufen, die jede Menge Einsatz verlangen ( Lehrer, Krankenpfleger, Erzieher, Pflegepersonal, Polizisten, Manager, … )

Für das Burnout-Syndrom gibt es keine Standard-Therapie und die Hilfe muss immer zum Menschen und seiner Lebenssituation passen. Als sehr hilfreich hat sich bei deutlichen Burnout-Symptomen die Psychotherapie, insbesondere Verhaltenstherapie erwiesen.

Professionelle Lebensberatung hilft, „ausgebrannten“ Menschen ihren Alltag zu durchleuchten und neu zu strukturieren und Mittel und Wege zu finden, den Weg zu sich zurück zu finden und Widerstandsfähigkeit aufzubauen.


Abgrenzung zur Therapie

Krankheiten erfordern Therapien. Dafür sind unsere ÄrztInnen, Psycho- und PhysiotherapeutInnen zuständig.

Immer wichtiger wird allerdings der präventive Bereich – um Erkrankungen vorzubeugen, die Lebensqualität zu heben und so lange wie möglich zu erhalten.
Dazu braucht es ExpertInnen, die Sie im beruflichen und privaten Bereich dabei unterstützen, Ihre eigenen Stärken und Ressourcen zu nützen und einzusetzen. Genau dafür sind wir als psychosoziale Berater ausgebildet.


Auszug aus dem Tätigkeitskatalog des Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung (§ 119 GewO 1994)

Beratung, Coaching, Counselling und Betreuung im individuumsorientierten Bereich im Zusammenhang mit

Persönlichkeitsthemen

  • Lebenssituationsanalyse und Standortbestimmung d.h. Unterstützung bei Selbstwahrnehmung und Reflexion der eigenen Persönlichkeit, Arbeit an persönlichen Zielen und Zukunftsplanung, Erarbeitung des Mission Statements, Selbststärkung und Werteanalyse
  • Entscheidungsfindung und Handlungskompetenz d.h. Entscheidungsvorbereitung und Analyse des Entscheidungsverhaltens, Entwicklung von Handlungs- und Lösungsstrategien
  • Freizeit und Bildung d.h. Freizeitgestaltung zur Stärkung der persönlichen Ressourcen, persönliche Bildungskonzepte und deren Umsetzung
  • Emotionaler Umgang mit Geld d.h. Unterstützung bei der Bewältigung finanzieller Pro-blemsituationen, Verantwortung im Umgang mit finanziellen Ressourcen
  • Themen im Zusammenhang mit der Single-Lebensform d.h. Umgang mit psychosozialen Folgen des Single-Lebens, Reflexion von Beziehungsmustern
  • Bewältigung von Krisen d.h. Unterstützung bei psychosozialen und persönlichen Krisen, Begleitung von Betroffenen, Angehörigen und Helfern während und nach Krisen und Katastrophen

Beruflichen Themen

  • Berufswahl und Karriereentwicklung entsprechend den persönlichen Ressourcen d.h. be-rufliche Standortbestimmung und Karriereplanung, Entwicklung von Bewerbungsstrategien, persönliche Erfolgskonzepte und –strategien, Zeitmanagement und Umgang mit Stress, Stärkung der persönlichen Ressourcen zur Steigerung der Motivation, der Arbeitszufriedenheit und der Leistungsfähigkeit, Umgang mit den persönlichen Folgen von Ar-beitslosigkeit, Pension, Unterstützung bei spezifischen Themen der Berufstätigkeit (Burnout, Mobbing)
  • Alltags- und Arbeitsorganisation d.h. Erarbeiten einer persönlichen Alltagsorganisation, Unterstützung bei der Herstellung einer Ausgewogenheit zwischen Arbeits- und Privatleben (z.B. Work Life Balance)
  • Psychohygiene d.h. Entwicklung eines gesunden psychosozialen Umfeldes (z.B. Gesund-heitsberatung, Umgang mit Ängsten, Fragen der Abgrenzung), Suchtberatung und Suchtprävention

Lebensabschnitt-Themen

  • Umgang mit Krankheit und Tod d.h. Trauerarbeit, Sterbebegleitung und Verlustbewältigung
  • Validation d.h. Persönlichkeitsförderung alter Menschen, Beratung von Angehörigen und Pflegepersonal in Bezug auf Kommunikation und Stressbewältigung

Beratung, Coaching, Counselling und Betreuung im beziehungsorientierten Bereich im Zusammenhang mit

Persönlichen Beziehungsthemen

  • Partnerschafts- und Ehethemen, d. h. Analyse und Bearbeitung von Konflikten, Krisen und Veränderung in Paarbeziehungen
  • Familienthemen, d. h. Analyse und Bearbeitung von Familienklima, Familiendynamik
  • Scheidungs- und Trennungsthemen
  • Erziehungsthemen, wie allgemeine pädagogische Fragestellungen, spezielle Erziehungs-probleme und Verhaltensweisen, Themen im Bereich Schule, Lernen und Prüfungen
  • Sexualthemen, d h. Fragen im Zusammenhang mit sexueller Aufklärung, Identität und sexuellem Verhalten

Sozialen Beziehungsthemen

  • Konfliktthemen und Konfliktmanagement, wie Analyse und Bearbeitung von Bedürfnis- bzw. Wertkonflikten, Entwicklung von konfliktvermeidenden Verhaltensweisen und Konfliktbewältigungsstrategien, Mediation
  • Gruppen- und Teamthemen, wie Analyse und Bearbeitung von gruppendynamischen Interaktionsprozessen
  • Supervision, wie arbeitsfeldbezogene und aufgabenorientierte Themen von Menschen im Beruf oder in ehrenamtlicher Tätigkeit

Kommunikationsthemen

  • Gesprächsführung und Metakommunikation, d. h. Analyse und Training verbaler und non-verbaler Kommunikationsmöglichkeiten, Erkennen verschiedener Kommunikationsebe-nen Entwicklung metakommunikativer Fähigkeiten
  • Soziales Kommunizieren und Lernen, wie Modelllernen erwünschter sozialer Fähigkeiten, Logik, Emotion und Intuition in der sozialen Kommunikation
  • Gesprächs- und Führungsverhalten, wie Reflexion verschiedener Gesprächsverhaltenswei-sen, Entwicklung von partnerschaftlichem Kommunikationsverhalten, Techniken der Gesprächs- und Verhandlungsführung
  • Kommunikation- und Kooperationsthemen in Gruppen und Teams, wie Analyse und Bear-beitung von Kommunikations- und Interaktionsmustern, Erkennen und Bearbeiten von kooperationshemmenden Widerständen bei Gesprächspartnern

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